© 2019

Chronik des Schützenverein Nordbögge

1820 bis 1909      1910 bis 1950      1951 bis 1965      1966 bis 1981      1982 bis 2019

1820 bis 1909

Wenn man das Gründungsjahr des Schützenvereins Nordbögge festlegen will, stößt man bald auf große Schwierigkeiten. Als im Jahre 1926 das 75-jährige Jubelfest gefeiert wurde, stellte der damalige Schriftführer des Vereins, Herr Kemper, auch Nachforschungen über die ersten Jahre des Vereins an. Das Ergebnis seiner Recherchen hat er im Protokollbuch festgehalten, und auch in seiner Festrede zur Jubelfeier verlesen. Er kommt dort zu der Erkenntnis, dass schon in den zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts ein Verein bestanden haben muss.

Die erste Fahne trug die Jahreszahl 1842; sie soll bei einem Brand der Wirtschaft Kleimann (frühere Bahnhofsgaststätte) verloren gegangen sein. Weiterhin hat er damals noch ein altes selbst geschriebenes Rechenbuch vorliegen gehabt, in dem eine vollkommene Beitragsliste über das Einkommen für die Schützengesellschaft im Jahre 1843 aufgeführt ist. Dennoch wurde das Jahr 1851 als Gründungsjahr zu Grunde gelegt.

1879 erhielt der Verein durch Zusammenschluss mit Altenbögge den Namen "Schützenverein Nord- und Altenbögge". Das älteste noch vorhandene Protokollbuch des Schützenvereins Nordbögge beginnt mit der Generalversammlung vom 21.1.1906 in der beschlossen wurde, sich fortan wieder Schützenverein Nordbögge zu nennen.


06. Juni 1926 - Nachfeier des 75 jährigen Jubiläums des Schützenvereines Nordbögge

1910 bis 1950

Über die 150-jährige Geschichte des Schützenvereins Nordbögge seien noch einige bemerkenswerte Punkte angeführt. Die noch vorhandene alte Fahne trägt die Jahreszahl 1876. Vom Jahre 1915 an wurde das Vereinsleben durch den 1. Weltkrieg unterbrochen. Mit einer Generalversammlung nahm man am 18.1.1920 die Arbeit wieder auf. In den schweren Nachkriegsjahren und in der Inflationszeit konnte aber nicht jedes Jahr ein Schützenfest gefeiert werden. Im Jahre 1922 gründete sich die Avantgarde. Am 27.Juli 1926 wurde dann, wie schon erwähnt, das 75-jährige Bestehen gefeiert. Jubelkönig war damals Willi Ritterswürden.

Das letzte Schützenfest vor dem 2. Weltkrieg feierte man im Juli 1939. Die Königin von damals, Frau Irmgard Hartmann, geb. Meininghaus, nahm an der Feier zum 150. Vereinsjubiläum teil. Nach einer Generalversammlung am 6.Juli 1939 ruhte das Vereinsleben vollständig.

Am 30. September 1950 schließlich berief der damalige 2. Vorsitzende August Meininghaus eine Versammlung zur "Wiederaufrichtung" des Schützenvereins ein, wie es im Protokollbuch heißt. August Meininghaus war es gelungen, die alte Königskette, die Insignien für die Königin und die Schützenfahne von 1876 über die Kriegs- und Nachkriegsjahre zu retten. 1. Vorsitzender wurde Heinrich Milk, der auch schon vor dem Kriege Vorsitzender war. Ende 1950 hatte der Schützenverein bereits wieder 102 Mitglieder.

1951 bis 1965

Im folgenden Jahr 1951 feierte man das 100-jährige Jubiläumsfest. Jubelkönig war unser Ehrenvorsitzender Reinhold Grote †. 1952 formierte sich auch die Avantgarde neu und erhielt ein Jahr später eine neue Standarte. Am 26.1.1955 erkannte das Finanzamt Hamm den Schützenverein als gemeinnützig an.
1958 trat der Verein der Interessengemeinschaft der Schützenvereine des Kreises Unna bei. In der Jahreshauptversammlung am 3.12.1960 wurde Reinhold Grote† zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Seit 1962 wird das Vogelschießen mit einem (damals noch geliehenen) Kugelfang durchgeführt. Bis dahin wurde der Vogel von einer freien Stange geschossen. Im gleichen Jahr richtete man in Zusammenarbeit mit dem Kyffhäuserbund bei der Wirtschaft Vockelmann einen Schießstand ein. Den ersten eigenen Kugelfang baute man im Jahre 1963, ebenfalls auf dem Grundstück der Gaststätte Vockelmann.

1966 bis 1981

1966 wurde der bisher höchste Rang im Schützenverein Nordbögge vergeben. Karl Bennemann wurde zum Generalfeldmarschall befördert und erhielt vom 1. Vorsitzenden einen Marschallstab. Im Jahre 1967 konnte eine neue Fahne angefertigt und während des Schützenfestes geweiht werden.

1972 feierte die Avantgarde ihr fünfzigjähriges Bestehen. Am Ende des Jahres 1974 wurden erstmals mehr als 200 Mitglieder gezählt. Seit 1975 wird das Schützenfest vom Bläserchor Bönen musikalisch begleitet. Das Fest zum 125-jährigen Bestehen wurde im Jahre 1976 gefeiert. Jubelkönig war Heinz-Herbert Wischmann. Während des Festes fand die Fahnenweihe für die neue Standarte der Avantgarde statt. Von diesem Jahr an sind die Mitglieder des Spielmannszuges Nordbögge nicht mehr automatisch Mitglieder im Schützenverein. Das Vereinsschießen findet seit 1977 an der Schießanlage "Am Rehbusch" in Altenbögge statt.










1982 bis 2019

Am 16.1.1982 erhielt der Verein eine neue Satzung und wurde am 2.3.1982 in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Unna eingetragen. Im Jahre 1983 wurde das erste Mal ein Kinderschützenfest, heute fester Bestandteil im Festprogramm, durchgeführt. Erster Kinder- schützenkönig war Markus Burgdorf.










Die Jahreshauptversammlung vom 6.1.1985 wählte Dr. Bernhard Aufenberg zum 1. Vorsitzenden. Reinhold Grote wurde für seine Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Der erste Feldgottesdienst wurde 1987 gehalten. Seitdem ist diese Einrichtung schon zur Tradition bei einem Nordbögger Schützenfest geworden. Ende 1987 konnten 307 Mitglieder gezählt werden. 1989 war ein Jahr voller Aktivitäten für den Verein: Am Bierkamp wurde unser neuer Festplatz eingerichtet, für den Kugelfang ein neuer Mast aufgestellt und erstmals eine Geschäftsordnung erarbeitet und verabschiedet. Seit 1991 findet in der Adventszeit regelmäßig eine Nikolausfeier für den Schützennachwuchs statt.

Der Schützenverein Nordbögge 1851 e.V. hat zur Zeit 389 Mitglieder, die sich rege und aktiv am Vereinsleben beteiligen. König im Jubiläumsjahr 2001 wurde Christian Poth. Seit 2004 findet das Vogelschießen auf der Vogelwiese im Bierkamp statt. Ein ortsfester Kugelfang wurde 2006 errichtet. Anfang 2006 wurde Manfred Thomas zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.


Im Jahr 2018 wurde Heinz-Herbert Bennemann zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.